Hier finden sie einen Auszug aus den Pressemitteilungen: 

Schwäbische Zeitung Dez 2016

Südfinder Dez 2016

Schwäbische Zeitung

Südfinder Nov 2016

Südfinder Okt 2015

Landespolitiker Klaus Burger MdL im Klassenzimmer der Klösterle Mädchenrealschule

In diesem Jahr bietet sich für die Freien Schulen insbesondere die Gelegenheit die Politiker auf die anstehende Novellierung des Privatschulgesetzes anzusprechen und darauf aufmerksam zu machen, dass nach aktuellem Stand das Kultusministerium die Neufassung zu Lasten von Freien Schulen und Eltern plant. Dies würde das freie Schulwesen in Baden-Württemberg erheblich gefährden. Der Tag der Freien Schulen bietet Gelegenheit hierfür die Parlamentarier zu sensibilisieren und erste Gespräche zu führen. Am 2. Dezember besuchte der Landtagsabgeordnete Klaus Burger (CDU) aus dem Wahlkreis Sigmaringen die Klasse 9 der Klösterle Mädchenrealschule in Ravensburg. Nach einem Gespräch mit den Schulleitungen der Grund- und Realschule Frau Zimmermann (Schulleiterin GS), Herr Maier (Schulleiter RS) und Frau Kirsinger (stellvertretende Schulleiterin RS) begrüßte Herr Burger die Mädchen der Klasse 9 ganz herzlich in ihrem Klassenzimmer. Herr Burger berichtete den Schülerinnen zunächst ganz offen von seiner Familie, seinem Wohnort Bad Saulgau und seinen Freizeitaktivitäten. Zudem erläuterte der Landtagsabgeordnete, wie er überhaupt zur Politik kam und erzählte, dass er diese Entscheidung erst einmal mit seiner Frau und seinen Kindern besprochen habe. Darüber hinaus erklärte Klaus Burger den Schülerinnen seine Aufgaben als Landtagsabgeordneter und betonte dabei noch einmal die schönen Seiten unseres Bundeslandes. Im Anschluss an die vielen interessanten Informationen hatten die Mädchen Gelegenheit, alle ihre Fragen zu stellen. Klaus Burger beantwortete gerne alle Fragen und schaffte es durch seine freundliche Art, mit der Klasse in eine offene Diskussion zu treten. Die Klasse 9 der Mädchenrealschule ist nun herzlich eingeladen, einmal den Landtag in Stuttgart zu besuchen und Herr Burger versprach auch die von der Schulleitung genannten Anliegen mit in den Landtag zu nehmen.

Amtseinsetzung Konrektorin Renate Kirsinger

Schwäbische Zeitung 14. Januar 2016

Ravensburg – die katholische freie Theresia Gerhardinger Realschule am Klösterle in Ravensburg bekommt ab dem 1. Februar eine neue stellvertretende Schulleitung. Renate Kirsinger wird Nachfolgerin von Marion Maunz, die nach ihrer Elternzeit nicht mehr in das Konrektorenamt zurückkehren wird. Kirsinger hatte die Stellvertretung bereits seit Februar 2015 kommissarisch inne. Renate Kirsinger wurde 1970 in Ravensburg geboren. Von 1989 bis 1993 studierte sie das Lehramt für Realschule an der pädagogischen Hochschule Weingarten, mit den Schwerpunktfächern Mathematik, Geografie und katholische Theologie. Das Referendariat von 1994 bis 1995 absolvierte sie in Lauchheim. Anschließend arbeitete sie für drei Jahre am Bischoff-Sproll-Bildungszentrum in Biberach-Rissegg und begann nach drei Jahren Elternzeit ihre Tätigkeit am „Klösterle“. Der Schulträger, die Klösterle Schulstiftung und das Bischöfliche Stiftungsschulamt Rottenburg, freuen sich nach eigenen Angaben, dass die Schulleitung der katholischen Mädchenschule mit langer Tradition damit wieder komplett ist.

Poetry Slam in der Linse

Schwäbische Zeitung 31. Oktober 2015

Laura Rittler  

Lam­pen­fie­ber und Ein­sam­keit

Beim Poetry Slam in der Linse spricht die 14-jährige Janete über den Glauben und das Gefühl der Isolation   Weingarten - - Dreißig Minuten vor ihrem großen Moment zieht sich Janete zurück. Ein dickes Buch im Schoß, verkriecht sich die 14-Jährige mit der schwarzen Brille tief in einem der roten Plüschsessel im großen Veranstaltungssaal im Weingartener Kulturzentrum "Linse". Ihre handschriftlichen Notizen liegen als lose Blattsammlung zu ihren Füßen. Für die nächsten zehn Minuten ist sie in Gedanken ganz weit weg. Der heutige Abend stellt für Janete Obiora aus Ravensburg in dreifacher Hinsicht eine Premiere dar: Zum ersten Mal wird sie auf einer großen Bühne stehen, zum ersten Mal einen selbst geschriebenen Text vor fremden Menschen vortragen, zum ersten Mal an einem "Poetry Slam" - sinngemäß übersetzt "Dichterschlacht" - teilnehmen. Ein "Poetry Slam" ist ein Vortragswettbewerb, bei dem Wortkünstler ihre selbst verfassten Texte vor einem Publikum präsentieren. Sie konkurrieren miteinander und sie versuchen, sich gegenseitig mithilfe von literarischen und rhetorischen Kunstfertigkeiten zu übertrumpfen. Am Ende kürt das Publikum den Sieger. 14 Teilnehmer von acht Schulen All das ist unbekanntes Terrain für Janete, das stille Mädchen mit dem schüchternen Blick, die zu Beginn der Veranstaltung eigentlich so gar nicht auf der Bühne stehen möchte. "Wenn ich an all die Menschen denke, die heute Abend hier sitzen und zuhören werden, wird mir richtig übel", murmelt sie noch vier Stunden vor ihrem Auftritt. Das Licht im Veranstaltungssaal in der Linse ist gedämpft, dennoch ist deutlich erkennbar, wie dem Mädchen beim Gedanken an ihren Auftritt die Farbe aus dem Gesicht weicht. Dass die Realschülerin überhaupt hier ist, hat sie der Initiative ihrer Deutschlehrerin zu verdanken. Sie hatte Janetes Schulklasse zu einem Poetry-Slam-Workshop mit dem Thema "Meinung, Freiheit, Demokratie" angemeldet, der vom Ravensburger Verein "Sprachmächtig - Verein für Wortkunst" angeboten und von den Poetry-Slam-Szenegrößen Pauline Füg und Tobias Heyel veranstaltet worden war. Beim "Master-Workshop" in der Linse und der anschließenden Abschlussveranstaltung ist statt der gesamten Klasse allerdings nur noch der "harte Kern" der Poetry-Slam-Neulinge anwesend - 14 insgesamt: Außer Janete sind noch 13 Schüler von acht Schulen aus dem Landkreis Ravensburg dabei. Wie Janete, Schülerin am "Klösterle", machen auch die anderen Jugendlichen hier ihre ersten Erfahrungen mit dem Dichterwettstreit, der seine Ursprünge in den USA der 1980er-Jahre hat. Und genau wie die 14-Jährige haben auch sie an ihren Schulen an Poetry-Slam-Schnupperkursen teilgenommen und waren fasziniert von dieser Möglichkeit, die eigenen Gedanken und Gefühle mit den Zuhörern zu teilen. "Wenn ich meinen Text vortrage, dann gebe ich viel von dem, was ich denke, preis", meint Janete mit einem zögerlichen Lächeln. Ihr Auftritt steht kurz bevor - noch fünfzehn Minuten. Zur Stärkung isst das Mädchen einen Schokoriegel, den sie so fest umklammert, dass die Schokolade bereits beginnt, in ihrer Hand weich zu werden. Die Reinschrift ihres Gedichtes hat sie neben sich auf den Sessel gelegt. Zweimal hat die Schülerin den Text abgeschrieben. "Ich muss ihn ja auf der Bühne auch entziffern können." Gleich wird sie ihn präsentieren. Sie wird über Zweifel am religiösen Glauben sprechen und darüber, warum Einsamkeit den Menschen Angst macht. Das Thema "Meinung, Freiheit, Demokratie" hat sie eher frei interpretiert. Noch drei Minuten. Inzwischen wirkt Janete äußerlich ganz gelassen. Nur ihr Blick, der immer wieder rastlos zwischen der Bühne und dem Zuschauerraum hin- und herwandert, deutet darauf hin, dass ihre Aufregung sich nicht gelegt hat. Eine angespannte Stille liegt in der Luft. Kurz darauf betritt sie die Bühne mit wackligen Knien. Weil ihre Hände zittern, rascheln die Zettel, die sie umklammert, leise. Zwei Minuten und 31 Sekunden später ist alles vorbei. Als Janete die Bühne wieder verlässt, sind ihre Hände ganz ruhig und ihre Augen glänzen. Ein stolzes Lächeln umspielt ihre Lippen.

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